Europas Software-Weisbuch: "Technology Roadmap on Software Intensive Systems" veröffentlicht
München. 14. März 2001
Note: This press release is also available in English and French.
ITEA Roadmap edition 1 press release German
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ITEAs Forschungsprogramm im Rahmen von „Eureka" durch europäische Regierungen gefördert
Ein Weisbuch für die europäische Industrie zum Thema softwareintensive Systeme hat ITEA1d, ein Eureka2d-Programm, am 14. März vorgelegt. Dieser technische Fahrplan mit dem Titel "Technology Roadmap on Software Intensive Systems"3d blickt in die Zukunft eingebetteter Software („Software in Produkten") in Europa und zeigt Wege förderlicher Zusammenarbeit von Industrie, Forschung und Lehre auf.
Das 140-seitige englische Weisbuch gibt Szenarien, Visionen und konkrete Empfehlungen für neue Software und zugehörige Forschungen. ITEA führt im Einzelnen drei Bereiche („Domänen") aus: Häusliches, Geschäftliches und mobile Nutzung für unterwegs. Zwei weitere sind angesprochen: Mehr-wertdienste und Systemtechnik. Das Weisbuch richtet sich an Forscher und Entwickler, an Entscheider und die Politik.
Softwareintensive Systeme sind Geräte und Aggregate, deren Funktion sich hauptsächlich aus „eingebetteter" Software ableitet, Handys zum Beispiel, Fernsteuerungen oder elektronische Brems-kraftregelungen. Sie umgeben uns allenthalben. Die in „Firmware", in Roms (Read Only Memories) und Proms (Programmable Roms), eingebettete Software ("embedded software") steuert Mobil-telefone, elektronische Notizbücher, Fernsteuerungen, läuft in Chipkarten und Waschmaschinen, in Radioapparaten und Flugzeugsteuerungen. Wie wichtig diese unsichtbare Software ist, kann nicht überschätzt werden.
In zahlreichen Anwendungen eingebetteter Software ist Europa führend – zum Beispiel bei Mobil-telefonen. Der Industrie gibt das Weisbuch eine gemeinsame Grundlage für weitere Entwicklungen bei softwareintensiven Systemen, von zeitgerechter Produktion zu Qualitätskontrolle, von Normung bis zu Netzwerken. Er weist auf mögliche interdisziplinäre Entwicklungen hin, die gemeinsame Grundlagen schaffen. Er unterstützt die Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Forschung und Entwicklung.
„Das Weisbuch unterstreicht ITEAs Kredo, dass ein von der Industrie getriebenes strategisches Programm wirksam und entscheidend für die Konkurrenzfähigkeit Europas ist. Wir packen in Europa das Thema softwareintensive Systeme an", sagt Paul Mehring, Vorsitzender des ITEA Aufsichtsrats anlässlich der Veröffentlichung am 14. März 2001 in München während der DATE4d-Konferenz.
Der Planungsprozess förderte rund hundertzwanzig technische Verfahren zutage, die sich aus den verschiedenen Anwendungsmustern entwickelten. Dabei zeigt sich, wie unsere technische Welt weiter vernetzt werden wird, wie sie aber auch selbständiger und autonomer werden wird. Geräte werden zusammenspielen, eingebettete Software-Agenten werden unsere Terminkalender und Reisepläne abgleichen, sie werden Technik sicherer und freundlicher machen. Die Datenmengen werden schneller als die Übertragungsmöglichkeiten steigen, was zu neuen Verdichtungsverfahren wie MPEG 4 führen wird. Netze werden uns von Fall zu Fall mit weltweiten Informationssystemen verbinden, etwa dem Internet.
(1d) ITEA (Information Technology for European Advancement) ist ein EUREKA2d- Programm und konzentriert sich auf eingebettete und verteilte Software und die Nutzung zugehöriger Softwaretechniken.
(2d) EUREKA ist ein Rahmenwerk, in dem Industrie und Forschungsinstitute aus 29 europäischen Ländern und der Europäischen Union für weltweite Konkurrenzfähigkeit und ein besseres Leben entscheidend wichtige Technik entwickeln und nutzen. Siehe http://www.eureka.be.
(3d) Eine Kopie des Weisbuches für softwareintensive Systeme ("Roadmap for Software Intensive Systems") ist kostenlos beim ITEA-Office erhältlich oder als PDF-Datei im Internet abrufbar.
(4d) DATE: Design Automation and Test in Europe, siehe http://www.date-conference.com.




